Ohne Oben | Die Kunst der Selbstorganisation



Abenteuer Selbstorganisation

Wie kann man im Arbeitsbereich die Selbstführung durch das Team stärken? Die Suche nach einer Antwort gestaltet sich zäh. Dabei arbeiten viele Konzerne und auch kleinere Unternehmen längst daran, ihre tradierten Strukturen hin zu mehr Selbstorganisation zu entwickeln.

Wie kommt es zu dieser Entwicklung und – aus Sicht der OE – zur Renaissance der Selbstorganisation? Warum geraten etablierte Organisations- und Führungsformen derart unter Druck? Klar ist, dass die digitale Transformation Organisationen dazu zwingt, ihre Prozesse und Strukturen konsequenter denn je vom Kunden her zu denken. Gepaart mit Geschwindigkeit und Innovationskraft erfordert dies verstärkt laterale Kooperationsformen. Vertikale Steuerungsmechanismen, die Organisationen primär auf Effizienz und die Stabilisierung bewährter Routinen trimmen, verlieren an Bedeutung.

Mehr noch: Lösungen müssen oft vor Ort und disziplinübergreifend erarbeitet werden. Dabei sind Expertenorganisationen mit ihren hierarchischen Führungspraktiken im besten Fall überfordert, häufig sogar hinderlich – viele Lösungen müssen «ohne oben» entwickelt werden. Zudem fordern die Millennials mehr persönliche Sinnerfüllung. Stärker selbstbestimmte Arbeitsformen drängen sich da auf. Viele Mitarbeitende empfinden ihre Arbeit dann eher als sinnstiftend – besonders, wenn sie ihre Fähigkeiten und ihr Leistungsvermögen weiterentwickeln können.

Ohne Oben | Die Kunst der Selbstorganisation | ISSN: 0724-6110