Resonanz

Resonanz ist das Mitansprechen oder Mitschwingen von Gefühlen oder Gedanken bei anderen Menschen.

Der Begriff kommt von dem lateinischen Wort resonare und bedeutet „widerhallen“. In der Physik versteht man darunter das verstärkte Mitschwingen eines schwingfähigen Systems. Das Gesetz der Resonanz ist ein physikalisch nachgewiesenes Gesetz, das grob besagt, dass alles Schwingungen erzeugt und sich diese Schwingungen dazu nutzen lassen das eine mit dem anderen zu verbinden und es sogar zu verstärken.

Was hat das Phänomen der Resonanz mit menschlichen Beziehungen zu tun? Auch wir Menschen stellen uns jeden Tag auf das ein, was wir empfangen möchten. Häufig ist es uns gar nicht bewusst. Aber alle unsere Überzeugungen, Meinungen, Standpunkte und Entscheidungen sind Schalter, die unsere Wahrnehmung entscheidend beeinflussen. Wir sehen, was wir sehen wollen.

Menschen streben sowohl privat als auch im Berufsleben und in der Freizeit nach guten Beziehungen zu anderen Menschen sowie nach Anerkennung und erwarten im Gegenzug das Gleiche von anderen.

Wechselseitige Resonanz zwischen Menschen entsteht in fünf Stufen:

  • Sehen und gesehen werden: Menschen wollen wahrgenommen werden.
  • Gemeinsame Aufmerksamkeit: Menschen richten ihre Aufmerksamkeit auf ein gemeinsames Objekt.
  • Emotionale Resonanz: Menschen schwingen sich aufeinander ein, etwa über gemeinsame Gesprächsthemen.
  • Gemeinsames Handeln: Menschen handeln miteinander und verfolgen gemeinsame Ziele.
  • Verstehen von Motiven und Absichten: Menschen verstehen, was in anderen vorgeht.

Gelingt diese Resonanz, so führt das zu Glücksgefühlen, erhöhter Leistungsbereitschaft und zu besserer mentaler und körperlicher Gesundheit, während Stress und Angst ein geringeres Gewicht erhalten. Erkennt das menschliche Motivationssystem aber, dass keine Chance auf soziale Zuwendung und Anerkennung besteht, verliert der Mensch an Motivation und Antrieb.

Quellen: http://www.spektrum.de, http://angelikawende.blogspot.co.at, https://www.sein.de, http://psychologie-news.stangl.eu

 

„Aus der Sicht des Bisherigen, ist das Neue immer falsch. Im alten Denkrahmen ist nicht wirklich Neues möglich. Neues, ist daran erkennbar, dass es zur Beschreibung des Neuen neuer Begriffe bedarf und dass es zu nachhaltigen Konstanten-Verschiebungen kommt; Konstanten im Fühlen, Denken und Handeln.“  Ernst Weichselbaum

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