FOLLET TALK
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DIE SACHE MIT DER ENTSCHEIDUNG Entscheidungen werden in vielen Organisationen noch immer stark mit Position verknüpft. Wer entscheidet bzw. letztentscheidet, scheint oft wichtiger
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DIE SACHE MIT DER ENTSCHEIDUNG
Entscheidungen werden in vielen Organisationen noch immer stark mit Position verknüpft. Wer entscheidet bzw. letztentscheidet, scheint oft wichtiger zu sein als die Frage, wie eine Entscheidung überhaupt zustande kommt. Dahinter steckt ein tief verankertes Verständnis von Verantwortung, das eng mit Hierarchie gekoppelt ist.
Doch genau hier lohnt sich ein Perspektivwechsel. Das Wesentliche an einer guten Entscheidung ist nicht die Person an der Spitze, sondern die Qualität des Prozesses. Wurden unterschiedliche Sichtweisen und das erforderliche Können berücksichtigt? Sind relevante Fakten, Interpretationen und Schlussfolgerungen eingeflossen?
Erst wenn diese Vielfalt Raum bekommt, entsteht echte gemeinsame Verantwortung – und damit tragfähige Entscheidungen.
In der Praxis zeigt sich außerdem: Viele Entscheidungen sind längst vorbereitet, bevor sie formal „getroffen“ werden. Teams, Expert:innen und operative Einheiten leisten oft schon wesentliche Vorarbeit. Das macht deutlich, dass Entscheidungsprozesse nicht punktuell, sondern verteilt und dynamisch sind.
Gleichzeitig kann Kontrolle fehlende Entscheidungsfreiheit nicht ersetzen. Wenn Menschen keinen Handlungsspielraum haben, bleibt Verantwortung oberflächlich – und Potenziale ungenutzt. Gute Arbeit entsteht dort, wo Menschen befähigt sind, eigenständig zu entscheiden und ihre Perspektiven einzubringen.
Erfolg im Unternehmen hängt deshalb stark davon ab, wie gut es gelingt, Entscheidungsprozesse als gemeinsamen Lern- und Verantwortungsraum zu gestalten. Es geht nicht um Unterordnung oder Dominanz, sondern darum, Beiträge miteinander zu verweben.
Zusammenarbeit bedeutet, die eigene Arbeit so einzubringen, dass sie anschlussfähig für die Arbeit anderer wird – getragen von gegenseitigem Verständnis und einem gemeinsamen Ziel.
Diesmal also: Entscheidung neu gedacht als kollektiver Prozess, nicht als individuelle Handlung.

Mary Follett (1868–1933) , die Pionierin der demokratisch-dezentralen Unternehmensführung, legte als Sozialwissenschaftlerin, Unternehmensberaterin und Forscherin bereits vor über hundert Jahren die Grundsteine für das, was wir heute agiles Arbeiten in einer modernen Arbeitswelt nennen. Mary Parker Follett verstand Führung, Macht und Autoirtät als Beziehungs- und Lernprozesse, die im gemeinsamen Denken und Handeln entstehen.
Der offene Follett Talk ist ein Dialogformat, das zentrale Gedanken von Mary Parker Follett aufgreift und mit heutige Fragen von Führung und Organisationsgestaltung verknüpft.


SAVE THE DATE
29. April 2026, 14:00 – 15:00 Uhr, online
Anmeldungen an: events@sichtart.at


Worum geht es?
Jeder kostenfreie Follett Talk widmet sich einem Fokusthema, das sich aus Mary Parker Folletts Denken speist – etwa Fragen zu Führung, Macht, Verantwortung, Kontrolle, Konflikt oder demokratischer Zusammenarbeit.
Der Talk verbindet Wissensvermittlung mit dialogischem Austausch: Ein kurzer inhaltlicher Impuls schafft eine gemeinsame Grundlage, auf der gemeinsames Denken, Reflexion und Perspektivwechsel möglich werden.
Für wen ist der Follett Talk gedacht?
Für Menschen, die:
- Führung bewusster, relationaler und demokratischer gestalten wollen
- in Beratung, Coaching oder Organisationsentwicklung tätig sind
-
klassische Managementlogiken hinterfragen
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wenn du Mary Parker Folletts Denken kennenlernen, vertiefen und im Dialog reflektieren möchtest, bist du eingeladen, teilzunehmen. Der Offene Follett Talk verbindet Wissensvermittlung und gemeinsames Denken in einer offenen, dialogischen Lernatmosphäre.
Wenn du nicht vorbeschauen kannst – ich komme auch gerne zu euch! >>
