Das Weichselbaum-System

Zeitorientierte Betriebswirtschaft, selbstorganisierte Teams, Nahtstellenvereinbarungen 

  • Drei-Ebenen-Modell als Ersatz für klassische Hierarchie.
  • Entwicklung der flexiblen Arbeitszeit.
  • Entwicklung eines partizipativen, ergebnisorientierten Entlohnungsmodells.
  • Kurze und konstante Lieferzeit.
  • Permanente Gewinnkontrolle statt Bilanzanalyse im Nachhinein.

Ernst Weichselbaum bringt durch anregende Dialoge innere Überzeugungen, feste Annahmen ins Wanken. Charmant, scharfsinnig, mit einer Lust auf Systemüberwindung, überall dort, wo man statt Mauern bauen, Brücken braucht. Dort, wo Unternehmen an ihre Grenzen kommen. Grenzen, die sie selbst kreiert haben. Die Konstantenverschiebungen im Kopf und dann in der Organisation bringen so einiges ins Wanken oder Unternehmen wieder in rhythmische Schwingungen. Hier steht keine Maschine und auch kein Mensch im Mittelpunkt, sondern die Begegnung zwischen den Menschen. Autoritäten wandern von der Eigenschaft von Individuen zu den Inhalten von Vereinbarungen zwischen Menschen und Teams. Die Nahstellenorganisation beginnt. Miteinander-füreinander-leisten statt entscheiden. Denn wer entscheiden muss, weiß nicht, was er wirklich will und wer steuern muss, ist selber schuld.

Ernst Weichselbaum setzt auf handlungsleitende Prinzipien und hinterlässt so Spuren in Unternehmen. Der 1944 geborene Vordenker, Konstruktivist, Philosoph, Berater, Unternehmer ist Erfinder und Begründer der Nahtstellenorganisation und des fraktalen Unternehmens. Die prägenden Konstruktivisten Ernst von Glaserfeld und Heinz von Förster zählten zu seinen Weggefährten. Ernst Weichselbaum ist in vielerlei Hinsicht Pionier gewesen. Zum Beispiel bis in die frühen 1990er-Jahre hinein bei einem österreichischen „Hidden Champion“, dem Büromöbelhersteller Bene. Dort machte er 28 Jahre lang Karriere und war zuletzt Geschäftsführer. Bei Bene entwickelte Weichselbaum über die Jahre hinweg Prinzipien und Praktiken seines Systems, wandte sie an und verfeinerte sie. 1982 war er bei Bene Pionier der „flexiblen Arbeitszeit“. Er war führend bei der Entwicklung und beim Betrieb des Konzepts der Fraktalen Fabrik. Er entwickelte ein partizipatives, ergebnisorientiertes Entlohnungsmodell, das Maßstäbe setzte. All diese Konzepte verschmolzen im Laufe der Jahre zu einer „Zeitorientierten Betriebswirtschaft“, einem System der Betriebsführung mit fixer, von der Auslastung unabhängiger Lieferzeit, das als „das Weichselbaum-System“ auch über die Grenzen Österreichs hinweg bekannt wurde. Der Auftakt für selbstorganisierte Teamarbeit, für wirkungsvolle Dialoge und erfolgreiche Verbindlichkeiten in Organisationen steckt in den Nahtstellenvereinbarungen. Sie sind essentiell für den Beginn von Systemüberwindung, für diese zeitgemäße Betriebswirtschaft, für unternehmerische Zusammenarbeit, für Gutes Neues Arbeiten.

Lena Weichselbaum gestaltet leidenschaftlich gerne gemeinsam mit ihrem Vater Zukünfte mit. Ihre Stärken sind dabei die Entwicklung kreativer Möglichkeiten und ihre Konkretheit, wenn es um die Umsetzung geht. Lena Weichselbaum hat viel von Ernst Weichselbaum gelernt und setzt Elemente vom Weichselbaumsystem in ihrer Arbeit ein und um. Ihre Lieblingsthemen sind: Geschäftsprozesse nach den Gesichtspunkten der Fraktalen-& Nahtstellenorganisation sowie Lean Administration neu zu gestalten, selbstorganisierte agile Teams aufzubauen und Prinzipien aus dem Bereich „New Work“ zu etablieren.

Systemüberwindung statt Systemoptimierung

„Die erfolgreichen Unternehmer/innen der Zukunft werden jene sein, die die Denkmuster der Zukunft von jenen der Vergangenheit unterscheiden können. Die Unterscheidungsfähigkeit ist wichtig: Der Salto rückwärts in den Denkmustern ist tödlich.“

So kann man uns treffen

Unternehmensinterner oder organisationsübergreifender Lernraum: „Nahtstellenvereinbarungen lernen“

Eine Stunde im Gespräch Online mit den Weichselbaums

„Verhalte dich stets so, dass du die Summe des Lächelns erhöhst.“