Die Blaue Falle

Der dynamische Markt steht nicht vor der Tür und wartet bis er „reingelassen“ wird. Der Markt und seine Dynamik ist immer auch schon in der Organisation. Organisationen müssen lernen, mit Überraschungen, Ausnahmen umzugehen und sie für sich zu nutzen.

dynamikrobust, Wohland,

Der „rote“ Bereich  ist der jeweils lebendige, dynamikrobuste Anteil einer Unternehmensfunktion. Diesen kann man nicht zielgerichtet steuern. Dafür braucht man Talente, Raum für soziale Dichte und für Selbstorganisation. Nur so kann man dynamisch-robuste Anteile integrieren und nutzen. Der „blaue“ Bereich ist der jeweils formale Teil, sind Prozesse,  alles was man präzise beschreiben, steuern, managen kann. Rote Funktionen können nur von Menschen erfüllt werden, blaue auch von Maschinen.

Zuerst „Blau“ als Pflicht, dann „Rot“ als Kür. Ein Irrtum.

Von der Blauen Falle spricht man dann, wenn Organisationen beginnen, Prozesse und deren Steuerung zeitlich vorgelagert zu sanieren, zu verbessern  und sich erst danach um den roten, dynamischen Bereich kümmern. Das ist ein Irrtum.  Es existiert immer beides parallel. Ein Prozess kann nicht flexibel sein, also er kann nicht auf Dynamiken, auf Ausnahmen, auf Überraschungen reagieren. Wenn man einem solchen Prozess Flexibilität zumutet, dann schwillt er an. Dann werden diese „blauen“ Prozesse immer träger, weiniger hilfreich, weniger leistungsfähig. Diese können nur „abschwellen“, wenn man sie vom roten Bereich entlasten kann. Eine Organisation muss also ein Denken schaffen, dass mit dynamischen Anteilen, dem roter Bereich, umgehen kann. Erst dann kann es die blauen Prozesse auch entlasten und erst dann kommt die Organisation wieder zu mehr Leistung.

 Quelle: Denkwerkzeuge dynamikrobuster Höchstleister, Dr. Gerhard Wohland

„Aus der Sicht des Bisherigen, ist das Neue immer falsch. Im alten Denkrahmen ist nicht wirklich Neues möglich. Neues, ist daran erkennbar, dass es zur Beschreibung des Neuen neuer Begriffe bedarf und dass es zu nachhaltigen Konstanten-Verschiebungen kommt; Konstanten im Fühlen, Denken und Handeln.“  Ernst Weichselbaum

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