Relative Ziele

Jahresplanung verhindert Mustererkennung am Markt

Die Alternative: Performancesystem “Relative Ziele” kommt völlig ohne Zielvereinbarungen, Bonussystemen oder Plan-Ist-Abweichungen aus und ermöglicht gerade deswegen viel mehr Transparenz, Verantwortung, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Leistung.

Traditionelle Managementprozesse halten Teams vom Denken ab und stimulieren kontraproduktives, sogar unethisches Verhalten z.B. Kampf von Abteilungen und Bereichen um Teile des Kuchens, Ziele und strategische Richtlinien, Zielverhandlung, Definition von Anreizen, Aktivitätsplanung, Ressourcenzuweisung, Koordination der Pläne, Genehmigungen, Leistungskontrollen (gegen Plan), Jahresplan (Budget), Bonus (gegen Ziele), …

Wir gehen oft davon aus, dass die Quelle guter Leistung eine gute Planung ist. Aber Planung ist niemals die Quelle von Leistung. Vorbereitung ist es. Während Planung bedeutet, in unserer Vorstellung mit der Zukunft zu hantieren, bedeutet Vorbereitung, die eigentliche Arbeit selbst zu beginnen, indem sie die Voraussetzung für künftige Leistungsfähigkeit schaffen. Vorbereitung ermöglicht Menschen und Teams, in der Zukunft eine bestmögliche Leistung zu erzielen.

Es geht darum, Ziele und unseren Umgang mit Leistungsmessung zu ändern und von fixierten zu relativen Leistungsverträgen zu gelangen – und zu einfachen, ethischen, Selbstorganisation fördernden Systemen für den Umgang mit Wertschöpfung. Den Prinzipien des Beta-Kodex folgend muss jede Leistungsbeurteilung auf der Ebene von Teams enden. Relative Ziele ermöglichen es, Teams so zu autorisieren, dass sie wie Unternehmer denken und handeln können, dürfen, wollen und müssen. Mittels “Relativer Ziele” kann individuelle Könnerschaft und Teamverantwortung weitaus besser genutzt werden. Zusätzlich hören sie durch Verzicht auf fixierte Ziele, Steuerung und Motivierung auf, Mitarbeitende zu de-motivieren. Sie werden aufhören, gegen die Realität des Marktzugs und des unternehmerischen Impulses der Mitarbeitenden zu kämpfen. 


Der native Glaube, Menschen tun das, was erwartet wird, wenn sie dafür gut belohnt werden, ist eine absurde und gefährliche Vereinfachung des komplexen Wesens Mensch. Wann immer Menschen zum Nachdenken darüber angestiftet werden, was sie bei einem bestimmten Einsatz für eine Aufgabe bekommen, werden sie immer weniger geneigt sein, Risiken auf sich zu nehmen oder neue Möglichkeiten auszuloten, ihrer Intuition zu folgen oder beiläufige Anregungen aufzugreifen.

Hervorragende Leistungen ziehen in eine Richtung. Belohnungen ziehen in die andere. Das ist gefährlich. Menschen greifen dann nur auf bereits gemachte Erfahrungen zurück und somit können wir nichts Neues entwickeln, keine neuen Lösungen zulassen. Berechenbarkeit macht nicht nur Stress, sondern verhindert auch Risikobereitschaft und Höchstleistung. Harvard Business Review (1993) 

Aus dem BetaCodex White Paper Nummer 10. Gerne gleich hier vertiefen.
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Wir bieten dazu Lernräume und Denkwerkstätten an und begleiten bei der Etablierung des Performancesystems Relative Ziele.