Buurtzorg light: not an option!

Ein Höchstleistungsunternehmen swingt! 

15.000 Arbeitsplätze geschaffen, € 400 Millionen pro Jahr im Gesundheitssystem eingespart, bester Arbeitgeber, zufriedenste Kund*innen, Watch out dear companies. Herr Anschober: Sie werden gebraucht. Pflegst du noch oder pflegst du schon? Hast du dich schon einmal gefragt: Werde ich pflegen? Das Institut Momentum berechnet dir, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass auch du einmal pflegen wirst. Wie, das zeige ich dir später. Wie viele von uns Pflege brauchen werden, ist eine andere Sache. Es wird sehr viele von uns betreffen. So oder so: Pflege geht uns alle an. An diesem Thema kommen nur die wenigsten vorbei.

Buurtzorg, ein holländisches Unternehmen, macht mobile Pflege wieder lebendig!

Entfesselt vom Management, befreit von Einzelleistungen und Hierarchie-Belästigungen. Auch seit 2019 gibt es Buurtzorg in Österreich.

Jos de Blok, Gründer und CEO von Buurtzorg, wusste, was er wollte und wusste, was er sicher nicht mehr wollte. Zusammengefasst: Bye-Bye Management, Bye-Bye-Taylorismus, Bye-Bye-Top-down, Bye-Bye-Überregulierung, Bye-Bye-Stabstellen, Bye-Bye-HR, Bye-Bye-Steuerung, Bye-Bye-Zentrale. Willkommen Menschlichkeit, Gutes Neues Arbeiten, Teamautonomie, Transparenz, Komplexität, Rundumerfolg, Sinnkoppelung, Rhythmus. Konsequent haben sie 2006 zu viert begonnen, nach dem Prinzip „Keep it small and simple“ zu arbeiten. Und auch heute, mit 15.000 Menschen, die bei Buurtzorg arbeiten, ist es immer noch „small & simple“. Ein Organisationsmodell, das Menschlichkeit vor Bürokratie stellt, das dem Markt zugewandt, den Kund*innen, Patient*innen zugewandt, genau das tut, was zu tun ist und all das, was nicht zu tun ist, sein lässt. 

Buurztorg, ein Beta-Unternehmen swingt.

Es atmet, es ist lebendig, es ist robust, es besteht aus Orten, wo Teams Miteinander-füreinander-leisten, wo Menschen ihre Talente einbringen und sich wirksam erleben. Buurtzorg swingt und groovt. Erfolgreich. Mehrmals bereits Bester Arbeitgeber, mit bis zu 40% weniger Kosten und 2018: € 400 Millionen Einsparungen im Gesundheitssystem

Zellstrukturdesign, dezentrale Netzwerkorganisation, selbstorganisierte Teams, Beta-Unternehmen

Buurtzorg ist ein erfolgreiches Beispiel. Doch wenn es nur ein Beispiel bleibt, wird es nicht den gesellschaftlichen Fortschritt bringen, den wir brauchen, nach dem sich so viele in so vielen Unternehmen sehnen. Denn jedes Unternehmen hat „sein“ Buurtzorg. Wer das nicht glaubt, wer meint, dass es „bei uns“ nicht geht, oder wenn, dann nur als „Buurztorg light“, der sucht nach Gründen dagegen, anstatt nach Möglichkeiten dafür. Das ist demokratie-unwürdiges Denken, auch unternehmerisch nicht zuende gedacht und schädlich. Auch braucht verantwortungsvolles Unternehmertum eine Politik, die das will.

Sobald wir alle verstanden haben, wie Organisationen gebaut werden müssen, damit selbstorganisierte Teams starke Wertschöpfungsbeiträge erzeugen, menschliche Fähigkeiten sich austoben, sich Arbeit für alle lohnt, für die Menschen im Unternehmen, für Kundinnen und Kunden, für uns als Gesellschaft….Ja, sobald dieses Verstehen gelungen ist, steht dem Umsetzen nichts mehr im Weg. Buurtzorg ist ein Wertschöpfungsort. Alle wollen Buurtzorg. Alle wollen Beta. Beta macht Unternehmen stärker und robuster und lebendiger. Verlieren werden nur all jene, die sich bereits jetzt schon aufgrund von Kosten anderer bereichern oder sich überhöhen oder an alten Denkrahmen festhalten. Und das sollte doch sowieso aufhören. Oder?

 


Listen to episode #23

Jetzt kommt eine englische Podcastfolge mit Jos de Blok über Buurtzorg und mit Niels Pfläging über das 9. Beta-Kodex Gesetz „Rhythmus“. Thank you Niels, for the beauty of the rhythm! Thank you Jos, for this road trip through the Netherlands!

For this forecast episode (my first in English) I spoke with Jos de Blok, founder and CEO of Buurtzorg, while he was driving through the Netherlands in his car.  How do you keep a company small and simple, even with 15.000 people on board? Bye-bye-management – and hello humanity!


Werde ich pflegen?


Mehr als 6 von 10 Österreicher*innen werden als Erwachsene Angehörige pflegen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass auch du einmal pflegen wirst, sagt dir der Pflegerechner vom Institut Momentum.

Let´s move!
Let´s groove!
Let´s get swinging again!
Wer lernen und gestalten will, ist bei mir richtig!

Elisabeth Sechser