Ich möchte lieber nicht

Warum positives Denken uns nicht weiterbringt, Schimpfen aber schon. Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven.

Glück ist zum Fetisch geworden: Zeitschriften, Coaches, soziale Medien und sogar Duschbäder fordern uns auf, positiv zu sein. Im Scheitern sollen wir gefälligst etwas Gutes entdecken: Negative Gedanken müssen wir bezwingen, schlechte Gefühle vermeiden. Dabei soll sich unser wahres, leistungsfähiges Selbst entfalten. Dass diese Haltung absurd ist und eine Gefahr für die Gesellschaft, zeigt nicht nur die Geschichte, sondern auch die psychologische Forschung. In dieser scharfen Kulturkritik entzaubert Schreiber überzeugend die herrschende Ideologie unserer Zeit: den Zwang, glücklich zu sein.

Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen.

Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen. Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks.

“Die Wahrheit tut weh, darum wird Schreibers Buch Sie nicht glücklich machen. Aber es wird Sie zum Denken bringen, und das ist das Einzige, was heute zählt.” Slavoj Žižek

“Beschissen drauf sein endlich wieder salonfähig machen! Das Wort negativ endlich wieder positiv besetzen!” Shahak Shapira

Juliane Marie Schreiber ist Politologin und freie Journalistin. Ihr Buch »Bilder als Waffen« erhielt den Wissenschaftspreis »Aquila Ascendens«. Sie schreibt unter anderem für ZDFheute, den Freitag und das Philosophie Magazin. Schreiber ist im Team von Jung & Naiv und hat eine eigene Interviewreihe. Sie studierte in Berlin und Paris und arbeitete für Stiftungen und im Bundestag.

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