Fachkräftemangel. Ein Ablenkungsmanöver.

Schon mal Lösungen an Problemen vorbeilaufen gesehen? Sieht nicht nur seltsam aus, ist auch unglaublich schädlich. 

Fachkräftemangel.
Über ein Ablenkungsmanöver und dabei schön die alten Strukturen aufrecht erhalten. 

Tayloristisches Top-down managen, massenweise Hierarchien, Führungskräfte-Entwickungsprogramme, Maschinen-Logiken auf Menschen umgelegt, zentrale Steuerung in einer komplexen, dynamischen Welt: Die Automobilbranche und Industriebetriebe versuchen sich bereits im Verlernen, teilweise. Der Gesundheits- und der Sozialsektor haben sich da etwas abgeschaut, die Folgen sind weitgreifend spürbar. Bereits vor Jahrzehnten wurden Managementlogiken aus dem Industriezeitalter übernommen und schon damals haben viele Menschen in den Organisationen darauf aufmerksam gemacht, dass das die Arbeit nicht erleichtert. Im Gegenteil. Es wurde alles schlimmer. Die Überbürokratisierung, der Dokumentationswahnsinn, die Mengen an Vorgaben, die zentrale Steuerung nahmen den Menschen die Luft zum Arbeiten. Viele Entscheidungsträger*innen verstehen noch immer nicht, dass genau dieses Management-Denken das Problem ist. Und wenn sie es verstehen und trotzdem nichts dagegen machen, dann ist das Wort Verantwortungslosigkeit ein viel zu mildes. Der permanent verlautbarte Fachkräftemangel ist eines der Folgen, ein Symptom, nicht das Problem. Die Vereinzelungen, weitere ausdifferenzierte Stellenbeschreibungen helfen nicht, sie schädigen. Es entstehen immer mehr Berufsbilder, der Ausbildungsmarkt ist mittlerweile ein Potpourri. Zwar nicht wohlduftend, dafür reichlich zusammengestückelt. Das Aufteilen von Tätigkeiten, das Messen von Einzelleistungen, das Abrechnen von Einzeltätigkeiten ist Teil des Problems.

Komplexes lässt sich nicht vereinfachen und schon gar nicht zerstückeln.  

Das ruiniert Arbeit, macht sie wirkungsloser, ineffizienter und unattraktiver. 

Elisabeth Sechser will Gutes Neues Arbeiten.

Wir verfolgen die Frage, ob es ein Pflege-Kartell gibt und was hier aktuell politisch Verantwortliche tun müssen. Denn wir haben  Organisationssysteme, die den Menschen die Freude an der Arbeit nehmen. Sie quasi verscheuchen, behindern, infantilisieren und sie nicht ihr Handwerk machen lassen.

Wir haben gesellschaftlich hoch relevante Arbeit unter miserablen Bedingungen in überbürokratisierten Alpha-Organisationen und seit 22.10.2020 arbeiten Frauen wieder gratis!

Gutes Neues Arbeiten für alle.

Es gibt die Alternative. Man muss sie wollen und dann machen. Doch kann man in Österreich mit einem innovativen, erfolgreichen Organisationsmodell in der Pflegelandschaft einen Platz finden? Oder gibt es ein Pflegekartell? Haben wir einen Pflegenotstand? Oder haben wir einen Organisationsmodell-Notstand, weil eben dieses unpassend ist? Gibt es einen Fachkräftemangel? Oder nehmen unpassende Organisationssysteme den Menschen die Freude an der Arbeit? Eine Trilogie über Überreglementierung und Intransparenz, über das Schädigen von Leistung und dass der Staat einen Rahmen schaffen muss, wo Innovationen mit Marktbezug möglich werden. Über Könnerentscheidung, mit einer Handlungseinladung an Rudi Anschober, Johanna Mikl-Leitner und Christiane Teschl-Hofmeister.

Weiterlesen, weiterhören. Über die Alternative, eine Trilogie voll mit Selbstbestimmung, Wertschöpfung, Komplexität und dem Beta-Kodex >>