Gemeinsame Führungsarbeit

Was wir von Mary Parker Follett, der Gründerin der humanistischen Unternehmensführung, lernen können. Gängige Führungsansätze vertreten die Annahme, dass die Aufgabe von Führungskräften darin bestehe, einzelne Mitarbeiter*innen und Teams zu führen, auf deren Entwicklung zu achten und in Letztverantwortung dafür zu sorgen, dass die Arbeit funktioniert. Aktueller den je.

In diesem Workshop lenken wir den Fokus auf Führungsarbeit als gemeinsamen Prozess erfolgreicher Wertschöpfung. Wir werden Essenzen der Follettianischen Denkschule mit der eigenen Führungsarbeit und Organisationsgestaltung verbinden. Dafür erforderliche Spracharbeit fließt in den Lernraum ein.

Bereits von 100 Jahren definierte Mary Follett Führungsarbeit als einen Prozess starker, vernetzter Zusammenarbeit durch co-aktive Macht. Wir reflektieren die wichtigsten Forschungsthesen von Mary Follett, die Essenzen für Integration, Diversität, Konfliktlösung, Demokratieentwicklung, Wertschöpfung und Selbstorganisation bereits vor 100 Jahren erforscht, erkannt und benannt hat. Auch stellen
wir die Follettianische Lehre den gängigen Führungsansätzen gegenüber.
Da die Spracharbeit für das Gelingen des Konzepts der gemeinsamen Führungsarbeit grundlegend ist, werden wir Begriffe wie Autorität, Verantwortung, Macht, Führung, Hierarchie, Kontrolle, Selbstorganisation, Zusammenarbeit, Integration, Konflikte, Entscheidung, Vereinbarung, Wertschöpfung, Vielfalt in den Kontext dieser Lehre und aktueller Arbeitsorte setzen.

„Macht wird als die kombinierten Fähigkeiten einer Gruppe verstanden. Während Macht normalerweise “Macht-über” bedeutet, also die Macht einer Führungskraft oder Gruppe über eine andere Person oder Gruppe, ist es möglich, den Begriff von “Macht-mit“ zu entwickeln, einer gemeinsam entfalteten Macht, einer mitwirkenden Macht. Macht entsteht durch Netzwerke von Beziehungen – nicht durch Personen.” Mary Follett

Diese Sonderausgabe mit Essenzen aus Follett´s Arbeit gibt es nur hier bei Sichtart!

Wir verbinden die Follettianische Denkschule mit der eigenen Arbeit, um den kritischen Blick auf Führungsarbeit im humanistischen Sinne zu stärken und die dafür erforderliche Organisationsgestaltung zu erfassen. Dieser Lernraum ist eine Einladung an all jene, die im Diskurs mit anderen, Brauchbares für die eigene Führungsarbeit kreieren möchten. Ein Lernraum, der Teamarbeit, starke Teamleistung und gemeinsames Wertschöpfen in den Fokus nehmen und sich um Lust auf und Luft für Arbeit und Zusammenarbeit kümmert.

  • Interaktiver Workshop, virtuell oder analog
  • Inhouse jederzeit, auf Anfrage
  • Offenes Format: Online 19. April von 9.00-15.30 Uhr oder 2. Mai und 5. Mai von 15.00-18.00 Uhr 
  • Informationen, Anmeldung und Preis bei  kristina.huetter@sichtart.at

 

Mary Parker Follett lebte von 1868 bis 1933 und gilt als Gründungsmutter der humanistischen Organisationslehre. Die Sozialwissenschaftlerin, Unternehmensberaterin und Forscherin legte vor über hundert Jahren die Grundsteine für das, was wir heute agiles Arbeiten in Dezentralität nennen. Sie proklamierte bereits damals den Nutzen von Vielfalt und die Integration von Unterschieden als Erfolgsfaktoren der modernen Geschäftswelt. Laut Follett ist organisationale Führung nicht nur für wettbewerbsfähige Unternehmen, gemeinnützige oder öffentliche Organisationen relevant, sondern muss auch zum Fortschritt der Demokratie und unserer Gesellschaften insgesamt beitragen. Mary Follett erkannte, dass verantwortungsvolle Unternehmensführung der allergrößte Hebel für die Entfaltung des Potenzials von Menschen und Organisationen darstellt. Damit das Gestalten starker, vernetzter Zusammenarbeit gelingt und die Vielfalt unseres Denkens und Handelns direkt in die gemeinsame Arbeit einfließen kann, brauchen wir auch Klarheit in den Prinzipien und eine Sprache, die all dies befördert.

 

Zum Presseartikel Sheconomy 

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