Über Irrtümer und Anregungen rund um Führung, Macht und Change, über die Grenzen von Selbstorganisation.

Aus Sichtarten zu Demokratie und Wertschöpfung „zeichnend gedacht“ Elisabeth Sechser, Manuela Mark, Thomas Hamann„Die Luft wird oben immer dünner.“

Ja, ab 5.000 m schrumpft der Sauerstoffgehalt auf die Hälfte zusammen.

Sprachbilder, die uns nicht weiterbringen

Die „Karriereleiter emporklettern“ ist an und für sich schon ein sehr seltsames Bild. „Aufstiegschancen”. “Leute, die einem unterstellt sind”. 

 

Als Führungskraft für sein Team letztverantwortlich sein, deren Entwicklung fördern. Macht nach unten abgeben. Bottom-up-Initiativen starten. ….“ Hierarchie wird an Leistung und Erfolg gekoppelt. Dabei geht das doch gar nicht. Wenn man unter den “Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen”, den hierarchischen Aufstieg meint, dann stimmt etwas nicht. Das würde ja bedeuten, dass Menschen in hierarchischen Führungspositionen entwickelter wären, als all jene, die sich um die Arbeit kümmern. Abgesehen von dieser Überhöhung ergibt das auch überhaupt keinen Sinn. Top-down und Bottom-up sind nicht das Gegenteil. Sie sind dasselbe. All diese Sprachbilder fördern weder Demokratie noch stärken sie Wertschöpfung im Sinne aller Anspruchsgruppen. Sie laufen genau in die andere Richtung. Wir brauchen keine Menschenführung, dafür Leaderships, Führung als sozialen Prozess, das Miteinander-füreinander-leisten. Voll mit lernen und Entwicklung. 

 

Führung haftet nicht an einem Menschen

Mary Follett beschrieb schon vor fast 100 Jahren sehr klar, dass Führung nicht an einem Menschen, an einer Führungskraft haftet. Führungsarbeit entsteht zwischen Menschen. Auch formulierte sie bereits drei Arten von Führung (siehe Organisationsphysik) und dass man Macht nicht verleihen kann, denn Macht ist die Entfaltung von Erfahrung. Sie vertrat die Thesen, dass eine Organisation so gebaut werden muss, dass kontinuierliche Koordination, kumulative Verantwortung ermöglicht wird, damit Macht erzeugt werden kann. Das heutige Arbeiten in selbstorganisierten Teams in Dezentralität.

Hat Selbstorganisation Grenzen? Hat Selbstverantwortung Grenzen? Hat Erwachsensein Grenzen?

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Winfried Kretschmer, Chefredakteur und Geschäftsführer von changeX, hat mich zu Selbstorganisation in Dezentralität interviewt. Was ist und was soll Selbstorganisation? Was braucht es, um sie möglich zu machen? Und hat sie Grenzen? >>

Das Bewusstsein für Vereinbarungsautorität fördern

Man kann nicht gleichzeitig führen und hierarchische Macht ausüben. Das ist jetzt auch kein Vorwurf. Das ist ein Hinweis. Ernst Weichselbaum formuliert trefflich, Autorität nicht als Eigenschaft einer Führungskraft zu sehen, sondern als Inhalte von Vereinbarungen, die durch Interaktion von Menschen erzeugt werden. Wir brauchen keine Führungskräfte, die etwas durchsetzen, vorgeben, endentscheiden, sondern das Bewusstsein für Vereinbarungsautorität. Dann sind wir auch diese ganze Entscheiderei los und können uns gemeinsam der Arbeit widmen. Die beste Grundlage für die Entfaltung von Gemeinschaft für Wertschöpfung.

Jedes Unternehmen ist eine soziale Veranstaltung.

Die Frage ist nur, ob eine gute, eine weniger gute oder eine schlechte. Und auch wenn es der Organisationsphysik egal ist, ob wir sie gut finden oder nicht – weil sie ja so oder so wirkt – so verantworten wir, wie wir das Zusammenspiel der drei Strukturen, der drei Arten von Führung und Mächten in Unternehmen zulassen. Ein Hörerlebnis für alle!

Die Interaktion zwischen Wertschöpfungsstruktur, informeller und formeller Struktur nennt man Organisationsphysik. Dazu gibt es nun das White Paper BetaCodex 11 auch in Deutsch “Organisationsphysik Strukturen, Macht & Leaderships. Wie die drei Strukturen der Organisation funktionieren, wie sie interagieren und was das für die Entstehung von Leistung bedeutet.” 

Changemanagement. Ein Oxymoron.

Und wie ist es mit dem einfachen 3-Phasen-Modell zu Change von Kurt Lewin? Ein bemerkenswerter Irrtum. Diesen erzählen wir euch in der Folge 39. Darin gibt es Stoff über den Partizipation-Theoretiker und das Partizipation nicht in den Strukturen beginnt, sondern im gemeinsamen Gestalten von Strukturen. Hört!Hört!  

Heute ist again and again and again “Welt-Change-Tag”!

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Zwar spooky, dass wir in jedem Augenblick Einfluss auf die Entwicklung der Welt haben. Doch wenn wir schon mal hier sind, dann nutzen wir das doch! Mit ein paar weisen Worten dazu von Ernst Weichselbaum aus seinem Buch mit dem großartigen Titel “In jedem Unternehmen steckt ein besseres” … man stelle sich nur einmal vor, wenn jetzt alle Unternehmen aus sich das Beste hervorholen …. exciting, creepy, awesome

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