New Work, agile Transformation. All diese großen Worte bedeuten rein gar nichts,

wenn sie nicht der Gesellschaft zugewandt, Demokratie stärkend und feministische, feministischere, feministischer-er-er-ere Ansätze in die Welt bringen. Das können dann Frauen, Feministinnen, und Männer, Feministen, verbreiten, fördern, der Welt näher bringen. Geht beides.

„Der Beta-Kodex – ein feministischer Ansatz.“ Ein weiterer kleiner Ausschnitt von einem tollen Interview mit Silke Hermann. Ein Vorgeschmack auf meinen Podcast, der bald startet, ein weiterer Vorgeschmack auf die BetaWochen in Wien, ein wichtiger Vorgeschmack auf den Beta-Kodex, was der alles kann und in sich trägt.

Unternehmen, die auf Könnerschaft verzichten, beschränken sich selbst. In der ganzen Diskussion, die wir um Gender oder Nicht-Gender haben, ist es teilweise entkoppelt von Können, von Erfahrungen und von Möglichkeiten, die Menschen einbringen. Es wird ja entlang von ganz anderen Kriterien debattiert. Wir haben eher umgekehrt die Situation, dass in alten Organisationen, in hierarchischen Organisationen, in Alpha-Organisationen ganz andere Kriterien als Können zur Karriere führen. Das ist das Problem. Das heißt, wenn ich eine bestimmte Art von Machtstreben, von Konventionen, die mit alten, männlichen Bildern verknüpft sind, befördere und diese zum Karrierekriterium mache, dann habe ich Vorstände und Geschäftsführungen, in denen überwiegen Männer sitzen und die Frau die Ausnahme bleibt. Und ich habe in der Regel dann auch in diesen Organisationen die Karriereangebote, die genau das befördern, abfragen und die interessanter Weise die Könnerschaft eigentlich unter ferner liefen stellen. Das passt zu alten Bildern von Männlichkeit, zu alten Bildern von Konventionen, zu alten Bilden von Erfolg. Und diese Bilder sind interessanter Weise überhaupt nicht deckungsgleich mit der Frage, was die Organisation eigentlich braucht. Wenn man sich von dem löst und sehr auf das Thema Wertschöpfung, Zusammenarbeit, Leistung guckt – ist meine These – wird sich das erledigen. Der Beta-Kodex ist also ein völlig konsequenter, impliziter Ansatz, der darauf baut, dass Menschen Lust darauf haben mit anderen Menschen, die etwas können, richtig was zu rocken. Und da gehören dann automatisch Männer und Frauen dazu.O-Ton Silke Hermann

Es bringt also nichts, auf „agile Zusammenarbeit und Transformationen“ zu bauen, wenn man nicht an den Strukturen und der Verteilung von Macht arbeitet. Ohne Arbeit am System macht als das Agile keinen Sinn. Im Beta-Kodex findet man Wege. Es gibt 12 Prinzipien und der Fokus liegt auf der Könnerschaft. Wie kann man Leistung und Arbeit von formalen Machtstrukturen befreien, entkoppeln – dort wo sie die Wertschöpfung stört, die Organisation schwächt, Potentiale ungenutzt lässt? Wie und wo ist Hierarchie sinnvoll und wo ist sie hinderlich für den Unternehmenserfolg? Wie kann man die Macht der Könner*innen zulassen, ermöglichen, nutzen? 

Für alle die mehr darüber wissen möchten: Kommt zu den Beta-Wochen, lernt Grundlagen kennen (11.11.), vernetzt euch (15.11.), designt eure Organisation neu, beta (19.11.), lernt selbstorganisiertes Beta-Lernen in Organisationen (21.11). 

Es geht feministischer-er-er! Nach Alpha kommt Beta. Und davon kommt jetzt noch mehr! Das ist gut so! #gutesneuesarbeiten #feminismus #demokratie #zukunft

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